Konzerttermine

Freitag 20.09.2013 - 20:00 Uhr
6. Nordwalder Biografietage
Programmheft

Samstag 9. November 2013 - 19:00 Uhr
Kammerkonzertsaal Bottrop
www.bottrop.de

Dienstag 19. November 2013 - 20:00 Uhr
Literarischer Herbst Hamm
Konzertsaal der Städtischen Musikschule
www.hamm.de

Sonntag 23. März 2014 - 17:00 Uhr
Neue Synagoge Gelsenkirchen

Samstag 8. November 2014 - 19:00 Uhr
Konzertsaal im Martin Luther Forum Ruhr Gladbeck
www.lutherforum-ruhr.de

Sonntag 22. März 2015 - 18:00 Uhr (Einlass: 17:00 Uhr)
Benefizkonzert des SI-Club Essen-Victoria
Weststadthalle
www.clubessenvictoria.de

Freitag 21. August 2015 - 19:00 Uhr
Stadtmuseum Borken
Marktpassage 6, 46325 Borken
Tel. 02861 / 939-344www.borken.de

Mittwoch 2. September 2015 - 19:00 Uhr Auslandsgesellschaft NRW e. V. in Kooperation mit der VHS und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Steinstraße 48, 44147 Dortmund

Samstag 21. November 2015 - 20:00 Uhr
Anne Frank-Kulturwochen
Bochumer Kulturrat e. V.
Lothringer Straße 36c, 44805 Bochum
Karten: Tel. 0234 / 862012www.kulturrat-bochum.de



Presseankündigungen

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Stadtspiegel-GE www.lokalkompass.de

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Aktuelle Rezension

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Rezensionen

6. Biografietage "EXIL"

... Es war alles dabei, vom Lachen bis zum Heulen - ich bin emotional sehr ergriffen ...
Matthias Grenda - Nordwalde 20.09.2013

Zeitreise
Das Chanson ist eine Sinneserfahrung, die Musik, Gesang als eine lustvolle Interpretation von Text und das Element der Performanz verbindet. Maegie Koreen gelingt es auf ihrer CD "Kleine Bühne im Exil", letztere hörbar zu machen. In den 16 Stücken, die eine Hommage an die Chanson-Sängerinnen der 30er-Jahre bilden, erforscht Koreen alle Möglichkeiten der stimmlichen Intonation. Mal flüsternd und sanft, mal wie ein Donnergrollen polternd setzt sie die Chansons in Szene. ...
KRITIK IN KÜRZE **** Vier Sterne - Eva Hieber - WAZ Essen 04.11.2013

Maegie Koreen und Vlad Kalina im Konzert
Gedenken muss nicht immer weihevoll-steif daherkommen - auch wenn es sich dabei um das Erinnern an die Ereignisse der Pogromnacht vor 75 Jahren handelt. Das zeigte die Künstlerin Maegie Koreen jetzt im Kammerkonzertsaal, wo sie - einfühlsam begleitet von ihrem Pianisten Vlad Kalina - die Zuhörer mit auf eine Zeitreise zu den alternativen Bühnen und deren Künstlern in den 1920er und 30er Jahren nahm. ... Eine subtile Gratwanderung, die aufs Feinste zwischen dem berühmten lachenenden und weinenden Auge changierte.
Dirk Aschendorf - WAZ - Bottrop - 10.11.2013  www.waz.de

 

Berührende Zeitreise
Maegie Koreen singt Chansons des Widerstands

Ein Wechselbad der Gefühle erlebten die knapp 100 Besucher des "Literarischen Herbstes" am Dienstagabend im Saal der Städtischen Musikschule. ...

... Maegie Koreens Chansonauswahl "gegen das Vergessen" erinnerte an Chanteusen, Komponisten und Texter, die das deutsche Chanson unter dem Einfluss von Verfolgung und Exil geprägt haben. Ihr gelang damit eine sehr ausdrucksstarke und emotionale musikalische Reise durch die Zeit des Nationalsozialismus, die Freude und Humor ebenso thematisierte wie Widerstand, Verzweiflung und neuen Mut. Die Freude und die Anspannung, die das Publikum durchlebte, entluden sich am Ende in einem lang anhaltenden und herzlichen Beifall. ...

... Konnte das Publikum bei den zum Teil grotesk-komischen Texten aus den Programmen der Jahre 1930 und 1931 noch schmunzeln oder auch stellenweise herzlich lachen, wurden die Texte ab 1932 immer eindringlicher. Dies schlug sich auch im Gesangsstil von Koreen nieder: Hob sie eben noch die Leichtigkeit mit ihrer Stimme hervor, drang sie nun zunehmend intensiv in das Bewusstsein ein. 1933 wurde dann der Stimmungswandel in Deutschland besonders hörbar. ...

... Unterstützt wurde Koreen von dem Pianisten Vlad Kalina. Bestens aufeinander abgestimmt, verstärkte er den starken Gesang und trug so zu einem wunderbar unterhaltsamen und dennoch nachdenklichen Abend bei.
Claudia Kasten - Westfälischer Anzeiger Hamm 21.11.2013

 

Chansons gegen das Vergessen in Neuer Synagoge Gelsenkirchen
...Über zwei Stunden fesselte sie die etwa 70 anwesenden Zuhörer, mit Chansons, die zum Lachen anregten, die ganz laut und bedrohlich wurden und Chansons, die die sorgenerfüllte Lage deutlich machten:...

...keinem fehlte es an dieser gewissen Eloquenz und dem warmherzigen Zwinkern, mit dem Maegie Koreen jede Darbietung schmunzelnd beendete. Ein Abend, der nicht so schnell in Vergessenheit geraten wird.
Anneke Niehues - derwesten.de 24.03.2014

Zum Beginn der 1930er Jahre hatten sich die "Goldenen Zwanziger" grußlos verabschiedet. Sie dauerten eigentlich nicht länger als vier, fünf Jahre - dann war die Weltwirtschaftskrise da. Die Zeitungen meldeten über drei Millionen Arbeitslose. Bei den Wahlen im September 1930 war die NSDAP zweitstärkste Partei geworden. Die Republik stand vor dem Bankrott. Während es wirtschaftlich bergab ging, erblühte in neuen Kleinkunstbühnen ein Publikumsinteresse an Programmen, die den Zeitgeist literarisch und politisch erfassten.

Eine neusachliche Nüchternheit und die Agitprop-Kultur traten den champagnerseligen Schlagerträumen der vom Großkapital kontrollierten Unterhaltungsindustrie entgegen. Eine neue, junge, sich gegen die rückwärtsgewandte gesellschaftliche Norm stellende Künstlerschar begab sich in Kabarettkollektiven ("Die Brücke", "Die Wespen") und auf eigenen Kleinbühnen ("Küka", "Katakombe") in Berlin und Wien ("Lieber Augustin") auf die Suche nach neuen künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten. Dabei besannen sie sich bewusst auf die Literatur, ja auf die Lyrik, die ja schon an der Wiege des Kabaretts Pate gestanden hatte.

Dieser liberale Geist der fortschrittlichen Künstler war für die Nazis eine unliebsame Konkurenz. Nach der Machtergreifung setzten sie ihre Drohungen schnell in Taten um und verwirklichten die längst schon geplanten Vertreibungen, Internierungen und Morde. Diese Zerstörung der deutschen Kleinkunstkultur konnte bis heute nicht überwunden werden.

Die Schauspieler, Musiker, Sänger und Autoren, die dem Machtbereich der Nazis entkommen konnten, setzten ihre Arbeit unter den schwierigen Bedingungen des Exils fort. In fünzig Ländern fanden sie Asyl und in rund zwanzig dieser Länder spielten und sangen sie ihre musikalisch-literarischen Programme in Cafés, Kellerbars und kleinen Theatern. Das Kabarett und das Chanson brauchen nur einen geringfügigen äußeren Aufwand um die Notwendigkeiten der Brett'l-Kunst herzustellen. So hat sich auch das deutschsprachige Chanson unfreiwillig über die Welt verteilt.

Programmablauf

Teil 1

Es liegt in der Luft
(M : Mischa Spoliansky T: Marcellus Schiffer)

Es weht ein frischer Wind
(M : Trad., T: Werner Fink)

Die zersägte Dame
(M : u. T: Friedrich Hollaender)

Ankündigung einer Chansonette
(M : Martin Breebaart, T: Erich Kästner)

Ballade vom lieben Augustin
(Zugeschrieben dem Sackpfeifer Augustin 1679)

Herzbrüderlein Popo
(M : Gerhard Bronner, T: Peter Hammerschlag)

Lied der Donaukanalschiffer
(M : Gerhard Bronner, T: Peter Hammerschlag)

Chanson vom Geldverdienen
(M : Heinz Greul, T: Karl Schnog, Bearbeitung: M. Koreen)

Ein Pferd klagt an
(M : Hanns Eisler, T: Bertolt Brecht)

Wer läutet draußen an der Tür
(M : Bettina Hirschberg, T: Theodor Kramer)

Mein Vater wird gesucht
(M : Gerda Kohlmey, T: Hans Drach)

Höchste Eisenbahn
(M : u. T: Friedrich Hollaender, Bearbeitung: Heinz Greul)

Teil 2

Niggun (Melodie) (MP3)
(Traditionell / Folksong / Y.L. Cahan Manuskript M. Koreen)

Abrüstung
(M : Volksweise - Bearb. M. Koreen, T: Peter Hammerschlag)

Die kleinen Hotels
(M : Konrad Dähn, T: Walter Mehring)

Ich hab kein Heimatland (MP3)
(M : u. T: Friedrich Schwarz)

Die Lorelei
(M : Allan Gray, T: Egon Larsen)

Der Song von den Träumern
(M : u. T: Luis Fürnberg)

Die Ballade von der Unzulänglichkeit (MP3)
(M : u. T: Curt Bry)

Die Welt ist klein geworden
(M : u. T: Curt Bry)

Ein ganzes Leben
(M : Robert T. Odemann / T: Joachim Ringelnatz)

Die ganze Welt ist nichts als Bühne
(M : Gerhard Bronner, T: Ephraim Kishon)

Emigrantenchoral
(M : Freed/Goehr, T: Walter Mehring)

Zu dir
(M : Maegie Koreen, T: Joachim Ringelnatz)


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